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Kontrollierbare digitale Zähler

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Kontrollierbare digitale Zähler

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Hausverwaltungen und Vermieter beauftragen gern externe Abrechnungsfirmen mit der Ablesung von Wohnungszählern. Viele Mieter und Eigentümer haben jedoch ein Problem damit, wenn der Ableser in jedes Zimmer der Wohnung vordringt, um die Werte an den Heizkörpern abzulesen. Lieber würden sie ihre Zähler selbst ablesen und die Werte dann der Hausverwaltung, dem Vermieter oder der Abrechnungsfirma mitteilen.

Sowohl nach dem Bundesdatenschutzgesetz (Daten sind grundsätzlich vom Betroffenen selbst zu erheben) als auch nach dem Grundgesetz (Schutz der Wohnung) steht Wohnungsnutzern das Recht auf Selbstablesung zu. Leider jedoch lassen dies einige Abrechnungsfirmen, Hausverwalter und Vermieter nicht zu. Wohnungsnutzer werden hier unter Generalverdacht gestellt, sie würden beim Ablesen betrügen. Statt eine Selbstablesung zuzulassen, wird der Verbrauch geschätzt, wenn der Nutzer den Ableser nicht in die Wohnung lässt.

Es ist hier dringend notwendig, dass Wohnungsnutzer über ihre Rechte aufgeklärt werden. Selbstablesung muss immer die erste Wahl sein, wenn es um das Ablesen von Wohnungszählern geht.

Durch Funkübertragung in den Messgeräten soll der Wohnungsnutzer hier noch weiter in seinem Recht der Selbstablesung eingeschränkt werden. Darüber hinaus können Abrechnungsfirmen durch den Empfang der Messewerte per Funk den Verbrauch der Wohnungsnutzer überwachen und entsprechende Nutzerprofile erstellen.

Wohnungsnutzer, die keine Funkübertragung möchten, müssen die Möglichkeit erhalten, die Funkübertragung abzuschalten.

Susanne Holzgraefe ist Expertin für Datenschutz und Informationsfreiheit und Listenkandidatin (Platz 34) der Piratenpartei NRW für die Landtagswahl 2017
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