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Fachkräftemangel an Förderschulen: Hopplahopp hilft nicht weiter

Piraten im Landtag SH
 
Fachkräftemangel an Förderschulen: Hopplahopp hilft nicht weiter

Zur Vorstellung des Gutachtens um den Lehrkräftebedarf und -einsatz an (Förder-)Schulen in Schleswig-Holstein sagt der schulpolitische Sprecher der Piratenfraktion, Sven Krumbeck:

“Die Bildungsministerin Britta Ernst tut ja, was sie kann. Dennoch zeigt das Gutachten deutlich, dass sich der Lehrermangel auch bei den Förderlehrkräften bemerkbar macht. 493 Stellen fehlen demnach laut Gutachten – die Bildungsministerin will den Mangel durch Zertifikatskurse für Lehrkräfte und weitere Möglichkeiten für Quereinsteiger beheben.

Statt solcher kurzfristigen Hopplahopplösungen, sollte die Bildungsministerin lieber den Fokus auf die Sonderpädagogik-Ausbildung an der Europa-Universität Flensburg richten. Die zaghafte Aufstockung der Studienplätze reicht da nämlich bei Weitem nicht aus. Da ist es auch kein Wunder, dass wir nicht genügend Lehrkräfte mit sonderpädagogischem Profil haben.

Zudem erweckt die Bereitstellung der Zertifikate und Zusatzkurse für Lehrkräfte ohne direkten sonderpädagogischen Bezug den Eindruck, als senke das Bildungsministerium seine Ansprüche. Das sollte nicht Ziel des Ganzen sein.”

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Fachkräftemangel: CDU schon vor der Wahl auf dem Holzweg

Piraten im Landtag SH
 
Fachkräftemangel: CDU schon vor der Wahl auf dem Holzweg

CDU-Landeschef Ingbert Liebing kündigt in der Landeszeitung an, das Fächerangebot an Hochschulen und Unis in Schleswig-Holstein zu ändern – natürlich nur bei einem Wahlsieg der Union.

Dazu der Abgeordnete der PIRATEN, Uli König:

“Die Rechnung die Herr Liebing hier aufmacht, stimmt so nicht: Ein geändertes Fächerangebot bzw. mehr Studienplätze führen nicht automatisch zu mehr Absolventen.

Wichtiger ist eine Senkung der Abbrecherquote. Hier ist noch viel Luft nach oben, was die moderne Vermittlung von Inhalten, Mentoring Programme und Studienberatung angeht.

MINT-Fächer, zu denen auch der – von Liebing besonders vermisste- Bauingenieur gehört, sollten zudem schon in der Schule flächendeckend Angeboten und gefördert werden. Genauso wie Informatik zum Pflichtfach werden muss, was die Koalition erst vor der Sommerpause sang- und klanglos abgelehnt hat. Ich bin mir sicher: Das Interesse der Kinder für eine MINT-Berufslaufbahn muss bereits in Schule und Kindergarten geweckt werden.

Ein weiteres Problem ist das liebe Geld: Das Land Schleswig-Holstein findet zu wenig Fachkräfte, weil es Absolventen von Unis und Fachhochschulen so unterschiedlich bezahlt. Für einen Universitätsmaster gibt es E13, für den gleichen Abschluss an einer Fachhochschule gibt es nur E9 bis E10. Herr Liebing und die Landesregierung haben das Konzept von Angebot und Nachfrage offenbar nicht verstanden. Wenn wir unseren Fachkräften in Schleswig-Holstein nicht einmal finanzielle Anreize bieten können, müssen wir uns nicht wundern, wenn die meisten Absolventen nach Hamburg oder sonstwo abwandern.”

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