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Mit Hamburger Hafenschlick wurde zuviel giftiges PCB verklappt

Piraten im Landtag SH
 
Mit Hamburger Hafenschlick wurde zuviel giftiges PCB verklappt

Schadstoffbelasteter Hamburger Hafenschlick wird regelmäßig mit Genehmigung des Schleswig-Holsteinischen Umweltministers Dr. Robert Habeck vor Helgoland verklappt. Aus einer Antwort an die Piratenfraktion geht nun hervor, dass dabei zuletzt der für Polychlorierte Biphenyle (PCB7) festgelegte Schwellenwert überschritten wurde, z.B. in der Süderelbe im Mai 2016 in 10 von 14 Freigabebeprobungen. Dies hatte keinerlei Konsequenzen. Dazu der Piratenabgeordnete Dr. Patrick Breyer:

„PCB wird zu den als ‚dreckiges Dutzend‘ bekannten, organischen Giftstoffen gezählt. Es reichert sich in der Nahrungskette an, kann krebserregend sein und die Fruchtbarkeit beeinträchtigen. Inzwischen wurde es in Fischen, in menschlichem Fettgewebe und sogar in Muttermilch nachgewiesen. Es sollte daher unser aller Anliegen sein, PCB-haltigen Hafenschlick nicht einfach irgendwo ungesichert zu verklappen.

Unsere Anfrage an das MELUR hat nun offenbart, dass genau dies geschieht. Durch Habecks Genehmigung wurde direkt vor der Helgoländer Küste giftiger Hafenschlick verklappt – und das obwohl der mit Hamburg vereinbarte Schwellenwert für PCB überschritten wurde.

Anstatt der von uns PIRATEN schon lange geforderten Lösung hat Hamburg beantragt, dass die Verklappung über das Jahr 2019 hinaus fortgesetzt werden soll. Das nenne ich hochgradig unverantwortlich und fordere eine eindeutige Absage Schleswig-Holsteins!“

Dr. Breyer kritisiert auch die mangelnde Transparenz der Schadstoffmessung: „Erst auf unsere Anfrage werden die zwischen Hamburg und Schleswig-Holstein verbindlich vereinbarten ‚Schwellenwerte‘ offengelegt. Der aktuellste Monitoringbericht auf der HPA-Webseite bezieht sich jedoch auf 2013, als Hamburg noch gar nicht bei Tonne E3 verklappt hatte. Für Schlick aus dem Kuhwerder Vorhafen und Koehlfleet fehlen jegliche Analysedaten. Wir brauchen endlich eine zeitnahe Veröffentlichung aller Analysedaten in Rohform – und verbindliche Schwellenwerte auch für Stickstoff, Phosphor und Dioxine.“

Die Antworten zum Hamburger Hafenschlick:
www.landtag.ltsh.de/infothek/wahl18/drucks/5400/drucksache-18-5433.pdf
www.landtag.ltsh.de/infothek/wahl18/drucks/5400/drucksache-18-5432.pdf
www.landtag.ltsh.de/infothek/wahl18/drucks/5400/drucksache-18-5431.pdf

Bild: Inke Raabe / pixelio.de

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Mit Hamburger Hafenschlick wurde zuviel giftiges PCB verklappt

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Mit Hamburger Hafenschlick wurde zuviel giftiges PCB verklappt

Schadstoffbelasteter Hamburger Hafenschlick wird regelmäßig mit Genehmigung des Schleswig-Holsteinischen Umweltministers Dr. Robert Habeck vor Helgoland verklappt. Aus einer Antwort an die Piratenfraktion geht nun hervor, dass dabei zuletzt der für Polychlorierte Biphenyle (PCB7) festgelegte Schwellenwert überschritten wurde, z.B. in der Süderelbe im Mai 2016 in 10 von 14 Freigabebeprobungen. Dies hatte keinerlei Konsequenzen. Dazu der Piratenabgeordnete Dr. Patrick Breyer:

„PCB wird zu den als ‚dreckiges Dutzend‘ bekannten, organischen Giftstoffen gezählt. Es reichert sich in der Nahrungskette an, kann krebserregend sein und die Fruchtbarkeit beeinträchtigen. Inzwischen wurde es in Fischen, in menschlichem Fettgewebe und sogar in Muttermilch nachgewiesen. Es sollte daher unser aller Anliegen sein, PCB-haltigen Hafenschlick nicht einfach irgendwo ungesichert zu verklappen.

Unsere Anfrage an das MELUR hat nun offenbart, dass genau dies geschieht. Durch Habecks Genehmigung wurde direkt vor der Helgoländer Küste giftiger Hafenschlick verklappt – und das obwohl der mit Hamburg vereinbarte Schwellenwert für PCB überschritten wurde.

Anstatt der von uns PIRATEN schon lange geforderten Lösung hat Hamburg beantragt, dass die Verklappung über das Jahr 2019 hinaus fortgesetzt werden soll. Das nenne ich hochgradig unverantwortlich und fordere eine eindeutige Absage Schleswig-Holsteins!“

Dr. Breyer kritisiert auch die mangelnde Transparenz der Schadstoffmessung: „Erst auf unsere Anfrage werden die zwischen Hamburg und Schleswig-Holstein verbindlich vereinbarten ‚Schwellenwerte‘ offengelegt. Der aktuellste Monitoringbericht auf der HPA-Webseite bezieht sich jedoch auf 2013, als Hamburg noch gar nicht bei Tonne E3 verklappt hatte. Für Schlick aus dem Kuhwerder Vorhafen und Koehlfleet fehlen jegliche Analysedaten. Wir brauchen endlich eine zeitnahe Veröffentlichung aller Analysedaten in Rohform – und verbindliche Schwellenwerte auch für Stickstoff, Phosphor und Dioxine.“

Die Antworten zum Hamburger Hafenschlick:
www.landtag.ltsh.de/infothek/wahl18/drucks/5400/drucksache-18-5433.pdf
www.landtag.ltsh.de/infothek/wahl18/drucks/5400/drucksache-18-5432.pdf
www.landtag.ltsh.de/infothek/wahl18/drucks/5400/drucksache-18-5431.pdf

Bild: Inke Raabe / pixelio.de

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Tour de Natur-Demo gegen Fracking

Piraten im Landtag SH
 
Tour de Natur-Demo gegen Fracking

Weit über 100 Radfahrer der mobilen Bürgerinitiative „Tour de Natur“ sowie die Bürgerinitiative „Hände weg von Schwedeneck“ protestierten am 5. August 2016 in Kiel gegen Fracking und geplante Erdölbohrungen in Schleswig-Holstein. Dr. Patrick Breyer, Mitglied des Landtags der Piraten, stellte in seiner Rede die Probleme und Gefahren der Ölförderung sowie insbesondere des umstrittenen Frackings dar und kritisierte Umweltminister Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grünen), der bereits diverse Genehmigung erteilen ließ.

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