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Spirit Day: Unterstützung für junge, queere Menschen

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Spirit Day: Unterstützung für junge, queere Menschen

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Irgendwie anders sein, noch nicht einmal etwas dafür können, anders zu sein, dieses Gefühl kennen ziemlich viele junge Menschen. Vor allem Kinder und Jugendliche, die queer sind, wissen, dass sie irgendwie anders als andere Menschen sind, was gesellschaftlich immer noch nicht anerkannt wird und worauf oftmals Intoleranz und Ausgrenzung folgt.

Für junge Menschen führt dies sowohl in ihrem privaten Umfeld als auch und vor allem in der Schule häufig zu Mobbing. Um darauf aufmerksam zu machen und vor allem jungen, queeren Menschen zu zeigen, dass sie nicht alleine sind, wurde 2010 der Spirit Day ins Leben gerufen. Dieser wird jährlich gefeiert und findet in diesem Jahr am 20. Oktober statt.

Homosexuelle, bisexuelle, asexuelle, intersexuelle, pansexuelle und polyamore Jugendliche sowie junge Transgender und BDSMler und alle anderen, die queer sind, haben in der Regel höhere Suizidraten. Das kann sowohl eine Folge des Mobbings sein als auch des Gesamtgefühls. In der Selbstfindungsphase junger Menschen kommen oftmals Zweifel auf.

Bei queeren Jugendlichen kommt hinzu, dass diese einen höheren, gesellschaftlichen Druck haben, weil sie sich gerade darüber im Klaren werden, dass sie irgendwie anders sind und das womöglich als negativ sehen. Sie sind verunsichert und fühlen sich in unserer Gesellschaft alleine gelassen, weil wir oftmals immer noch intolerant und diskriminierend gegenüber queeren Menschen allgemein sind.

Solch ein Jugendlicher fühlt sich sicherlich alleine und gewissermaßen auch verängstigt, wenn offen queere Menschen beschimpft, offen diskriminiert und verprügelt werden. Oftmals wird auch der Begriff „schwul“ noch als Schimpfwort verwendet. Das motiviert einen queeren Jugendlichen sicherlich nicht, offen mit seiner Identität umzugehen, wenn er selbst noch damit hadert und Probleme hat, sich selbst zu akzeptieren.

Selten gibt es auch Vorbilder für junge, queere Menschen. Inzwischen bekennen sich zwar einige Prominente wie Schauspieler oder Politiker offen zu ihrer sexuellen und geschlechtlichen Identität, aber beispielsweise im Fußball ist schon alleine Homosexualität ein Tabuthema. Aufgrund der gesellschaftlich immer noch vorhandenen Diskriminierung fühlen sich queere Kinder und Jugendliche oftmals alleine und ausgegrenzt.

Auch das Bildungssystem hat bis jetzt keine wirkliche Antwort darauf. In keinem Unterrichtsfach wird überhaupt etwas von anderen Sexualitäten fernab der Heterosexualität erwähnt. Transgender scheinen auch laut Lehrplan nicht zu existieren. Jugendliche, die genau diese Themen betreffen, haben dadurch noch nicht einmal die Möglichkeit in der Schule zu sehen, dass sie ganz normal sind und es definitiv nicht schlimm ist, queer zu sein.

Selbst Lehrer wissen oftmals nicht, wie sie damit umgehen sollen, wenn ein Schüler sie bezüglich dieses Themas anspricht und um Hilfe bittet, weil sie nicht für die Bedürfnisse von queeren Jugendlichen ausgebildet sind.

Länder wie Baden-Württemberg und Hessen versuchen inzwischen, an diesem Zustand etwas zu ändern und wollen auch das Thema Queer in die Lehrpläne aufnehmen. Allerdings ist auch hier wieder deutlich zu sehen, wie weit die gesellschaftliche Diskriminierung und Intoleranz geht. Diese Pläne ernten nämlich einiges an Kritik, darunter auch einfach nur pure Diskriminierung und Scheinargumente wie die angebliche Frühsexualisierung der Kinder. Niemand hat vor, Grundschülern genaustens zu erklären, wie beispielsweise homosexuelle Menschen einander intim begegnen.

Es soll einfach nur angesprochen werden, dass es fernab von Heterosexualität und einer geschlechtlichen Identität, die mit dem biologischen Geschlecht eines Menschen übereinstimmt, noch mehr existiert. Genau diese Maßnahme schadet niemandem und kann queeren Jugendlichen helfen, sich selbst zu akzeptieren sowie keine Angst zu haben, ihre Identität nach außen zu tragen.

Daher stellen wir uns jeglichen Diskriminierungen entgegen und kämpfen für die Rechte von queeren Menschen. Es ist absolut piratig, jedem Menschen eine freie Entfaltung der Persönlichkeit ohne Angst vor Diskriminierung zu ermöglichen. Das fußt auf unserem freiheitlichen Menschenbild.

Wir stehen für eine Gleichstellung der Ehe, egal, welches Geschlecht die Beteiligten haben und wollen endlich sämtliche Diskriminierungen gegen queere Menschen bekämpfen. Daher sind wir für eine breitere Unterstützung von Aufklärungsprojekten, vor allem an Schulen.

Jugendliche, die wegen ihrer queeren Identität gemobbt und diskriminiert werden, möchten wir auf ihrem Weg der Selbstfindung und beim Kampf gegen Diskriminierung helfen. Es ist definitiv nichts Schlimmes daran, queer zu sein. Queere Kinder und Jugendliche, ihr seid gut so wie ihr seid. Wir stehen hinter euch.

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Coming Out Day: Wie fortschrittlich sind wir eigentlich in der Queer-Politik?

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Coming Out Day: Wie fortschrittlich sind wir eigentlich in der Queer-Politik?

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PIRATEN – BPT162 – LEA LAUX 04 – be-him CC BY NC ND

Homosexualität. Für viele Menschen in unserer Gesellschaft ist dieses Wort zum Glück nicht mehr so negativ behaftet wie noch vor dreißig Jahren, als homosexuelle Menschen in unserer Gesellschaft als krank, schädlich und pervers angesehen wurden. Wir sind offener und liberaler geworden, gerade bezüglich Minderheiten. Tage wie der heutige Coming Out Day scheinen damit schon fast nicht mehr nötig zu sein, um das Bewusstsein für die immer noch vorhandene Diskriminierung zu schaffen.

Allerdings existieren immer noch genügend Diskriminierungen, und Homophobie ist quasi täglich präsent. Zwar nicht mehr in dem Ausmaß wie zur Zeit, als der Coming Out Day zum ersten Mal begangen wurde, dennoch sind gerade homosexuelle Menschen noch immer nicht gleichgestellt. „Schwul“ wird immer noch als Beleidigung verwendet, auch von Jugendlichen, die in einer offenen und toleranten Gesellschaft eigentlich kein Problem mit Homosexualität haben sollten und die Zukunft formen.

In einigen konservativen Gegenden werden homosexuelle Menschen immer noch schief angeschaut, wenn sie sich zu ihrer Sexualität bekennen und sich in der Öffentlichkeit entsprechend mit ihrem Partner zeigen. Auch die rechtliche Gleichstellung lässt immer noch auf sich warten: Die Ehe für alle ist immer noch nicht durchgesetzt, von einem gemeinsamen Adoptionsrecht ganz zu schweigen. Es ist unglaublich, dass zwei Menschen, die einander lieben, nicht heiraten dürfen und sehr große Schwierigkeiten dabei haben, eine Familie zu gründen. Somit ist Homophobie leider noch immer präsent, trotz des Fortschritts der letzten Jahre.

Nicht nur Kampf gegen Homophobie

Der Coming Out Day betrifft inzwischen allerdings nicht mehr nur den Kampf gegen Homophobie und ein selbstbewusstes Eintreten für die eigene Sexualität, sondern auch andere Teile der Queer-Community. Alleine schon das Wort „Queer“ ist für viele Menschen noch ein Rätsel, sodass meistens erklärt wird, dass dieser Begriff neben Homosexuellen auch Bisexuelle, Pansexuelle, Asexuelle, Intersexuelle, Transgender, BDSMlern und polyamor lebende Menschen umfasst, wobei auch diese Definition um andere, von der Norm abweichende Sexualitäten, Geschlechtsidentitäten und Lebensweisen umfassen kann. Aber auch alle diese Menschen erfahren in unserer Gesellschaft sowohl rechtliche als auch soziale Benachteiligungen.

Coming Out Day steht für Mut

Der heutige Aktionstag kann somit nicht nur auf Homophobie, sondern auch auf Diskriminierung der gesamten Queer-Community aufmerksam machen, indem dazu aufgerufen wird, sich als Teil dieser Community zu zeigen, sofern man persönlich dazu bereit ist. Es ist sehr schade, dass es immer noch soziale Probleme geben kann, wenn jemand sich als queer zeigt, weswegen immer noch nicht jeder diesen Schritt gehen kann. Jedoch kann man damit auch aktiv Diskriminierung bekämpfen, indem dadurch Vorurteile aus dem Weg geräumt werden können, und Menschen, die der Queer-Community eher befremdlich begegnen, weil sie schlichtweg niemanden in ihrem Freundes- und Bekanntenkreis kennen, der dieser angehört, haben die Möglichkeit, sich genauer mit diesem Thema auseinanderzusetzen.
Am wichtigsten ist allerdings, dass queere Menschen durch den Coming Out Day auch den Mut bekommen, zu sich selbst zu stehen. Aufgrund der teilweise immer noch konservativen Stimmung kann es auch gerade im familiären Umfeld schwierig sein, die eigene Identität den Menschen, denen man nahe steht, mitzuteilen. Der heutige Tag zeigt, dass diese Menschen nicht alleine sind, und kann daher durch ein entsprechendes Gemeinschaftsgefühl Mut machen.

Vollständige Akzeptanz von queeren Menschen

Insgesamt ist es leider traurig, dass Menschen Angst haben müssen, zu ihrer Sexualität und Identität zu stehen und daher ein Coming Out Day überhaupt noch nötig ist. Menschen sollen als Menschen akzeptiert werden – das setzt ein piratiges Menschenbild voraus.
Kämpfen wir also weiter für die vollständige Akzeptanz von queeren Menschen in unserer Gesellschaft und nutzen den Coming Out Day als einen Tag gegen Diskriminierung, aber auch einen fröhlichen Tag für die eigene, queere Identität.

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Presseskonferenz – Vorstellung der neuen Jugendorganisation – Junge Piraten – BPT162

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Presseskonferenz – Vorstellung der neuen Jugendorganisation – Junge Piraten – BPT162

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PIRATEN – BPT162 – JOHANN BENEDIKT HUETTER – LEA LAUX – JUNGE PIRATEN – FOTO- be-him CC BY NC ND

Nach einer ausführlichen Vorstellungsrunde bat Pressesprecher Olaf Konstatin Krüger den ebenfalls frisch gewählten Bundesvorsitzenden der „Jungen Piraten“, Johann Benedikt Hütter, und seine Stellvertreterin Lea Laux auf das Podium. Beide stellten ihre Vereinigung vor, die kurz zuvor vom Bundesparteitag als neue Jugendorganisation der Partei anerkannt worden war.

YouTube-Video: https://www.youtube.com/watch?v=HHua4mFNhfQ

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Patrick Schiffer – Der neue Bundesvorsitzende in der Pressekonferenz – BPT162

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Patrick Schiffer – Der neue Bundesvorsitzende in der Pressekonferenz – BPT162

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YouTube-Video: https://www.youtube.com/watch?v=a297jPl3QOQ

In der zweiten Pressekonferenz am Samstag auf dem Bundesparteitag in Wolfenbüttel, stellte sich Patrick Schiffer, der frisch gewählte neue Bundesvorsitzende der Piratenpartei Deutschland den Journalisten vor und beantwortete ihre Fragen auf seiner ersten Pressekonferenz im neuen Amt.

Patrick Schiffer gab einen Ausblick auf seine künftige thematische Ausrichtung:

Er möchte neben den Digitalthemen auch die sozialen Komponenten des Parteiprogrammes stärker in den Vordergrund stellen. Die Flüchtlingspolitik liegt ihm sehr am Herzen, auch hier will er sich persönlich stark in der Debatte engagieren, in einem Thema, wo er den PIRATEN eine große Kompetenz zuspricht.

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PIRATEN – BPT162 – BUNDESVORSITZENDER PATRICK SCHIFFER – FOTO be-him CC BY NC ND

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PIRATEN: Die Videos zur Gamescom

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PIRATEN: Die Videos zur Gamescom

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Ein Videoteam der PIRATEN NRW besuchte am Samstag die internationale Computer- und Videospielmesse Gamescom in Köln.
Beim Videorundgang wurden Eindrücke und interessante Interviews erstellt.



Videoteam PIRATEN NRW
Andre @einfachmite
Dennis Deutschkämer @_rony
Oliver Bayer @kreon_nrw
Moritz Piper @limo_bo
Christina Worm @backschafterbo
Bernd @BerndPirat

Mit freundlicher Unterstützung der Bundespresse!

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PIRATEN-GAMESCOM 2016 – be-him CC BY NC ND

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PIRATEN wollen neue Jugendorganisation gründen

Piratenpartei Deutschland
 
PIRATEN wollen neue Jugendorganisation gründen

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Die bisherige Jugendorganisation der Piratenpartei Deutschland, die ‚JuPis‘ haben sich entschieden, den Weg der fortschrittlichen sozialliberalen Politik zu verlassen und ihre Segel in Richtung unparteiliche europäische Jugendpolitik zu setzen. Wir wünschen Ihnen „Mast-, und Schotbruch“, auf das sie ihre Ziele am Horizont erreichen, soweit sie auch entfernt sein mögen.

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PIRATEN – STEFAN KOERNER – FOTO – be-him CC BY NC ND

Stefan Körner, Bundesvorsitzender der Piratenpartei Deutschland:
»Wir haben mit großem Bedauern zur Kenntnis genommen, dass unsere bisherige Jugendorganisation sich nicht mehr mit unseren piratigen Zielen identifiziert und sich von der Piratenpartei abspalten möchte.

Abseits aller üblichen Probleme von Parteien mit ihren Jugendorganisationen – die SPD und die Liberalen können ein Lied davon singen – haben sie uns in den letzten Jahren mit ihrer frischen Art bereichert. Wir wünschen ihnen auf ihrem neuen politischen Weg „Alles Gute und viel Erfolg“.

Gleichzeitig ist es meinen Kollegen und mir im Bundesvorstand eine große Freude, bekannt geben zu können, dass es weiterhin viele junge Leute gibt, die sich für die Ziele der Piratenpartei engagieren möchten und angekündigt haben, in Kürze eine neue, parteinahe Jugendorganisation zu gründen.

Ich freue mich sehr darüber, dass wir diese Neugründung wohl auf unserem nächsten Bundesparteitag „Bundestag 2017 – PIRATEN“ Ende August in Wolfenbüttel erleben werden. Es ist schön, dass sich auch weiterhin junge Leute für die fortschrittlichen Ziele der PIRATEN einsetzen und mit uns an deren Verwirklichung arbeiten wollen.«

Lea Laux, Junge PIRATIN aus dem Saarland:
»Für uns, die jungen Menschen in der Piratenpartei, bedeutet die Abspaltung der ‚JuPis‘ sicherlich nicht das Ende unserer Aktivität, ganz im Gegenteil werden wir nun versuchen, die jungen Menschen zu motivieren, weiterhin am Thema Jugendpolitik mitzuarbeiten.«

Jonathan-Benedict Hütter, Beisitzer im Landesvorstand NRW:
»Leider hat sich ein Teil der ‚JuPis‘ entschieden, nicht weiter Teil der Piratenpartei sein zu wollen. Das macht uns traurig, dennoch akzeptieren wir diese demokratische Entscheidung zur Abspaltung, Wir stehen allerdings bereits vor einer Neugründung einer parteinahen Jugendorganisation.«

Felix Wöstmann, Junger Pirat aus NRW:
»Es ist schade, dass sich an diesem Punkt die Wege trennen, trotzdem wünsche ich ‚beyond‘ alles Gute für die Zukunft. Für uns „Junge Piraten“ bedeutet das, eine neue Organisation aufzubauen um auch weiterhin einen Ort für junge Visionäre zu bieten.«
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