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Wahlprogramm und neue Webseite: Piratenpartei Deutschland setzt Segel!

Piratenpartei Deutschland
 
Wahlprogramm und neue Webseite: Piratenpartei Deutschland setzt Segel!

Angst, Untätigkeit und analoge Agenda. Die Bundestagsparteien verschlafen den Wandel. Ihr Stillstand führt zu mehr Nöten in der Bevölkerung und zu aufstrebenden rechten und rechtspopulistischen Parteien. Politik geht auch anders, besser! Die Piratenpartei will Deutschland verbessern. Sie will die digitale Zukunft mitgestalten, nicht verwalten – wie die übrigen Bundestagsparteien. Mit einem frischen, 130 Seiten starken Wahlprogramm, einer neuen Kampagne und der neuen Internetseite www.piratenpartei.de starten PIRATEN in den Wahlkampf. Das Motto: „PIRATEN. Freu Dich aufs Neuland“

Auf www.piratenpartei.de erfährt jeder Vorteile und Ziele der PIRATEN – mit Fokus auf Politikmüde, Familien, Beamte, Gründer, Macher, Kreative, Pfleger, Bedürftige, Senioren und Zukunftsliebhaber. Das neue Wahlprogramm der Piratenpartei will alte verkrustete Strukturen durchschlagen und einen Wandel in Deutschland herbeiführen. Das Programm, 46.032 Wörter stark, bietet mehr als Positionen und Forderungen zum Thema Netzpolitik.

„Die Piratenpartei hat sich neu aufgestellt. Sie hat sich thematisch reformiert – und ist nicht mehr die Ein-Themen-Partei, als die sie vor gut zehn Jahren gestartet ist“, betont Patrick Schiffer, Bundesvorsitzender der Piratenpartei Deutschland.

Er erläutert weiter:
“Wer Deutschland erneuern will, sollte bei sich selber anfangen. Der Relaunch ist der Kickstart der Bundestagswahlkampf-Kampagne. Wir haben unsere Kommunikation qualitativ verbessert, um sie auf dasselbe hohe Niveau zu heben wie unsere politische Arbeit der letzten Jahre. Das Bundestagswahlprogramm ist seit 2013 aus Abstimmungen auf insgesamt 7 Bundesparteitagen hervorgegangen. Ich bin dankbar für das, was wir mit einem kleinen ehrenamtlichen Team entwickelt haben. Jeder Bürger kann sich auf viele neue und mutige Ideen und politischen Konzepte freuen. Mit unserer Expertise in vielen Themenbereichen erarbeiten wir PIRATEN smarte, effiziente und nachhaltige Lösungen. Unsere Priorität ist eine sozialliberale Politik: visionäre Konzepte für die Digitalisierung, den Schutz der Menschenrechte, die Förderung des Gemeinwohls und der Teilhabe, ein bürokratiearmes und menschlicheres Sozialwesen, modernere Bildung, vernetzte Behörden, smarte Städte, Förderung neuer Firmen und Jobs, sowie mehr Tempo, Sicherheit und Einfachheit. Kurz: Freu dich aufs Neuland.”

Elias Kouloures, Kreativdirektor:
“Alle Texte auf der Webseite sind in einer für Parteien noch nie dagewesenen klaren, direkten, knackigen und humorvollen Art geschrieben. So versteht jeder schnell und einfach, warum die PIRATEN mehr als die Partei der Digital-Experten sind. Sie sind die beste Wahl für alle, die eine liberale, soziale und innovative Zukunft wünschen. Die Piratenpartei ist ein Traum für jeden Kreativen, weil sie ein schlecht verpacktes Produkt war. Dabei ist sie die innovativste Partei der Welt, hat als einzige einen echten, klar definierten USP (unique selling proposition) und ehrt ihre Werte seit Gründung. In Rekordzeit entwickelten wir den Claim “PIRATEN. Freu dich aufs Neuland”. Das steht nicht nur fürs Internet, sondern das neue, bessere und modernere Deutschland der Zukunft. Dank dieses kreativen Sprungbretts sprudeln Ideen. Unsere größte Herausforderung ist das knappe Budget. Wir ermutigen jeden Kreativen, sich bei uns zu melden, um unser Land zu retten und dabei Spaß zu haben.”


Eckdaten der PIRATEN
Digital, liberal und sozial seit 2006. Innovative Konzepte für ein freieres, sozialeres und digitaleres Leben – dafür stehen PIRATEN. In 50+ Ländern aktiv. 24/7 Updates über News, Wissen, Technologie, Gesellschaft & mehr. Über 11.000 Mitglieder in Deutschland mit 169 Listenkandidaten zur kommenden Bundestagswahl in 15 Bundesländern. Drei Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl wurden auf dem letzten Bundesparteitag in Düsseldorf bestimmt: Anja Hirschel, Sebastian Alscher & René Pickhardt.

Der Webauftritt wurde unter Leitung des Bundesbeauftragten für Online-Redaktion und Webseite der Piratenpartei, Wolfgang Wiese, grundlegend neu organisiert und gestaltet. Das bisherige WordPress-Theme mit dem Namen Piratenkleider, welches die Piratenpartei seit 2012 begleitete und in verschiedenen Varianten von Piratenparteien weltweit eingesetzt wurde, wird durch das Theme „Pirate Rogue“ ersetzt. Pirate Rogue setzt auf klare Strukturen, die den Inhalt in den Vordergrund rücken. Dabei wurde besonders Wert darauf gelegt, dass die Website modern und „responsive“ ist. Das bedeutet, dass sie sich auf unterschiedliche Auflösungen und unterschiedliche Endgeräte einstellt und sich ohne Abstriche in der Benutzerfreundlichkeit lesen lässt. Insbesondere mit Blick auf das geänderte Surfverhalten vieler Menschen, die zunehmend mobile Endgeräte nutzen, war es notwendig, das Design so zu gestalten, dass es frei von einem all zu festem Rahmen und damit verbundener Zwängen wird. Ebenso wurde darauf geachtet, dass die Website möglichst frei von Barrieren ist.

Unabhängig von der jeweiligen Auffassungsgabe, der jeweiligen Methodik und unabhängig von Gerät, Betriebssystem und Software bekommt jeder beim Zugriff auf dieselbe Seite dieselben Inhalte angezeigt. Oder anders gesagt: „Jeder hat die Freiheit selbst zu entscheiden, mit welchem Gerät, welcher Software und welchem Leseverhalten auf unseren Seiten unterwegs ist.“

Die Prinzipien und Ziele der Piratenpartei hatten großen Einfluss auf die Entwicklung und Gestaltung des Themes. Eine weitere Rolle bei der Gestaltung und Entwicklung spielte die Performance und die Optimierung für Suchmaschinen, Robots und digitale Assistenten. Das WordPress-Theme „Pirate-Rogue“ steht unter einer GPL Lizenz zur freien Nutzung bereit. Es kann auf GitHub unter https://github.com/Piratenpartei/Pirate-Rogue gefunden werden. Die Dokumentation findet sich auf der Website http://www.pirate-rogue.de. Das Theme findet sich in stetiger Weiterentwicklung.
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Die drei Stooges der digitalen Agenda

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Die drei Stooges der digitalen Agenda

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Die drei federführenden Stooges der digitalen Agenda, Wirtschaftsminister Moe Gabriel (SPD), Innenminister Curly de Maizière (CDU) und Infrastrukturminister Larry Dobrindt (CSU) haben anlässlich des Treffens des eco-Verbands die bisher beste und witzigste Show seit Bestehen des Ensembles hingelegt. Wie gewohnt extrem charmant und gespickt mit brillanter Selbstironie, legten die Entertainer den Finger in die digitale Wunde. Schon bei der Öffentlichkeitsarbeit habe die IT-Branche den Dreh noch nicht raus – „Cloud hört sich schon so an wie Stehlen“ startete Moe.

Allein Reinhard Mey würde an dieser Stelle widersprechen und irgendetwas von „Freiheit“ und „grenzenlos“ säuseln. Und genau das macht die Stooges aus. Sie zeigen mit einem einzigen Satz knallhart auf, dass man in Deutschland trotz völliger Ahnungslosigkeit erstens höchstwichtige Ämter bekleiden kann und zweitens, dass englische Begriffe eben nicht einfach so ins Deutsche übersetzt werden können, ohne bei weniger hellen Köpfen völlig falsche Assoziationen zu wecken.

Das war ein ganz großartig feiner und subtiler Humor, ein Satz, der sicher lange haften bleibt. In solchen Momenten merkt man sofort: Die Stooges spielen in einer ganz anderen Liga als beispielsweise die Kollegin Angie aus Marzahn mit ihrem eher grobschlächtigen Programm #Neuland.

„Eine Cloud hat keine sichere Grenze“, führte Curly den Gedanken geschickt fort. Es sei nicht zu sehen, wo die Wolke „anfängt oder aufhört“. Unfassbar genial. Curly traf damit den Nerv der Zeit, wie der tobende Applaus im Publikum bestätigte. „Das Internet, unendliche Weiten, die nie ein Minister zuvor gesehen hat“, so darf man Curly an dieser Stelle wohl frei interpretieren. Ein Gedankengang, der an Scharfsinnigkeit wahrlich kaum zu überbieten ist.

Und so ging es Schlag auf Schlag weiter: Auch „Big Data“ höre sich per se nicht nach einer guten Sache an. Besser sei es, von „Smart Data“ zu reden. Da weiß man, was man hat. Nicht die beste Leistung des Abends, doch man darf vermuten, dass Curly hier elegant den Bogen zur AI und zu Systemen spannen wollte, die anhand vorliegender Daten Prognosen für die Zukunft treffen können. Gleichzeitig kritisiert er damit ganz offen, dass man beispielsweise „Fahrrad“ und „Toaster“ in der Politik synonym verwenden könnte, ohne dass sich irgendjemand beschweren würde, weil ohnehin niemand weiß, wie das eine oder das andere funktioniert.

Mit seiner Abschlusspointe machte Curly dem Publikum dann endgültig klar, dass er ein wahrer Meister seines Fachs ist: Er bat die Industrie generell, „schlauere Begriffe zu finden“. Sonst sagten sich immer mehr Verbraucher, „was soll der Kram, der ist sowieso unsicher“. Das war dermaßen auf den Punkt gebracht, dass es stehende Ovationen gab. Es darf natürlich nicht der Politik angekreidet werden, dass Gesetzentwürfe, beispielsweise zur Vorratsdatenspeicherung, die Bürger verunsichern. Auch dass verbündete Staaten vermutlich im großen Maßstab ungestraft und ungehindert Industriespionage in Deutschland betreiben und unbescholtene Bürger sowie Politiker abhören, ist tatsächlich am Ende nur eine Frage der Begrifflichkeit.

Begriffe und Akronyme wie „Friendly Listening“, „BürgerKommunikationsDatenTresor“ kurz „BKDT“ und „WRWYW“ (we read what you write) und nicht zuletzt „FRAAAS“ (face recognition and automatic arrest system) wären sicher deutlich besser geeignet, den in digitalen Dingen meist naiv agierenden Bürger zu beruhigen. Digitales Valium quasi.

Den absoluten Höhepunkt des Abends lieferte schließlich Larry mit dem folgenden Finale furioso: „Daten per se sind heute nichts Böses“. „Sie bedeuten die Wertschöpfung der Zukunft, unser Wohlstand hängt davon ab.“ Gestern waren Daten noch böse, heute nicht mehr. Wer bei solchen Sätzen sein Zwerchfell noch kontrollieren kann, dem ist nicht zu helfen.

Larry, dessen Lieblingsthema ja bekanntermaßen die digitale Infrastruktur ist, versäumte lediglich, kritisch darauf einzugehen, wann die „guten Daten“ mit adäquater Geschwindigkeit beim Bürger landen werden. Derzeit ist Deutschland damit ja noch ein klitzekleinwenig hinterher.

Es war ein leicht ironisches, teils satirisches Programm, das die Stooges gestern dem Publikum präsentierten. Und es war wie gewohnt unglaublich erheiternd und witzig. Alle drei lieferten großartige Bonmots, die uns noch lange im Gedächtnis bleiben werden. Viele kritische Fragen zum Thema digitaler Wandel wurden intelligent-komödiantisch beantwortet. Was will man mehr.
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