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Weltlehrertag 2017

Piratenpartei Deutschland
 
Weltlehrertag 2017

1964 wurde die „Charta zum Status der Lehrerinnen und Lehrer“ von der UNESCO und der Internationalen Arbeitsorganisation angenommen. Viel wurde und wird zum Status der an Schulen Lehrenden gesagt – was ich als Seiteneinsteigerin und begeisterte Kunstlehrerin dazu sagen möchte: Wir sind zu wenige. Für die Anforderungen an Lehrer und Schule Heute und in Zukunft gibt es viel zu wenige Lehrerinnen und Lehrer. Wir wollen – wo es möglich ist – Inklusion, wir wollen Ethik und Moral vermitteln, wir müssen mit fähigem Personal die wichtigsten Kenntnisse zur Digitalisierung vermitteln. Wir sollten – weil es nicht in allen Elternhäusern getan wird – Kindern und Jugendlichen auch das so nötige Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein vermitteln.

Auch Chancengleichheit muss von einer Worthülse – bei Parteien besonders beliebt – zu echten gleichen Chancen für das Leben und Lernen gewandelt werden. Es reicht nicht, Wissen in Köpfe zu stopfen, wenn die Fähigkeit fehlt, dieses Wissen zu sortieren, zu überprüfen und zu nutzen. Auch die Ausbildung zum Lehrer, Pädagogen und Wissensvermittler muss sich ändern, in weiten Teilen fehlt der Bezug zur Praxis. Am Weltlehrertag 2017 ist es allerhöchste Zeit, über einen der wichtigsten Berufe nachzudenken, um ihn zu erleichtern, zu verbessern und für Lernende wie Lehrende zu einer spannenden und gar nicht langweiligen Aufgabe zu machen.

Beispiele, wie das möglich sein kann, haben wir, über Deutschland verteilt, genug. Ich führe die Schulen an, die ich persönlich kennengelernt habe und deren Konzept, wie auch ihr Erfolg, mich überzeugt haben. Möglich sind solche Schulen wie die Winterhuder Schule in Hamburg oder die Laborschule Bielefeld. Möglich, weil engagierte SchulleiterInnen und ebenso engagierte Lehrende dabei sind – und nicht zuletzt mehr Geld. An beiden Schulen werden bis zur Oberstufe keine Noten geschrieben, es gibt keinen starren Klassenverband. Lehrer und Schüler besprechen gemeinsam, wann was wie und wo gelernt wird.

Die Maßstäbe der Winterhuder Schule

„Abscheu vor und Abwehr von Unmenschlichkeit“
„Wahrnehmung von Glück“
„Fähigkeit und Willen zur Verständigung“
„Bewusstsein von der Geschichtlichkeit der eigenen Existenz“
„Wachheit für letzte Fragen“
„Bereitschaft zu Selbstverantwortung und Verantwortung in der Gesellschaft“

Unsere Schule soll ein Ort des Miteinanders sein, an dem die Vielfalt der Begabungen geschätzt und der Individualität mit Respekt und Achtung begegnet wird. Wir wollen eine Schule für alle Kinder und Jugendlichen sein. Die Schule hält die Mitarbeit der Eltern für wesentlich. An diesem Leitbild wollen sich die an dieser Schule Beschäftigten in ihrer Arbeit orientieren und auch messen lassen. Zugleich geschieht dies eingedenk der Tatsache, dass Erfolg wie Misserfolg der pädagogischen Arbeit zu einem großen Teil von den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und den Vorgaben der Bildungspolitik abhängen.

Mit Unterschieden leben: Laborschule Bielefeld

Die Schule will die Unterschiede zwischen den Kindern bewusst bejahen und als Bereicherung verstehen. Daraus ergibt sich eine weitgehende Individualisierung des Unterrichts, die Rücksicht auf das unterschiedliche Lerntempo der Kinder und ihre individuell verschiedenen Bedürfnisse und Fähigkeiten nimmt. LaborschülerInnen leben und lernen gemeinsam in leistungs-, teilweise auch altersheterogenen Gruppen. Die Schule will niemanden aussondern, es gibt auch kein „Sitzenbleiben“ und keine äußere Leistungsdifferenzierung, an deren Stelle die Differenzierung der Angebote tritt.

Was tun?

Mehr Geld in das Bildungswesen zu stecken, kann jeder Lehrer als unbedingt nötig bestätigen. Mehr Geld vom Bund, weil Kommunen und Länder überfordert sind. Viele der Lehrer, die ich kennengelernt habe, plädieren für eine Aufhebung des föderalen Systems in der Bildung, das käme bei jedem Umzug Eltern, Lehrern und vor allem den Schülern entgegen. Noch ein Gedanke zur Bezahlung: Warum sollten Beamte finanziell besser gestellt werden als Angestellte? Ich wünsche uns für die Zukunft, dass wir nicht – mal wieder – einen einzelnen Tag feiern, sondern dass wir ihn nutzen, Veränderungen anzustoßen. Am 5. Oktober 2018, in einem Jahr, sprechen wir uns wieder. Und auch darum bin ich Pirat und habe am Bildungsprogramm der Piratenpartei Deutschland mitgeschrieben:

Aus dem Bildungsprogramm der Piratenpartei
6.1 Präambel

Unsere Vision eines Bildungssystems baut auf einem positiven Menschenbild auf. Jeder Mensch hat das Recht auf freien Zugang zu Information und Bildung. Dies ist in einer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft notwendig, um allen unabhängig von ihrer sozialen Herkunft ein größtmögliches Maß an gesellschaftlicher Teilhabe zu ermöglichen. Bildung ist unser wichtigstes Gut für den Erhalt, die Weitergabe und die Vermehrung von Wissen, Fortschritt und gesellschaftlichem Wohlstand. Das Bildungssystem darf nicht auf den Arbeitsmarkt und die ökonomische Verwertbarkeit von Bildung ausgerichtet sein. Unsere Gesellschaft braucht Menschen, die kompetent und kritisch ihr Leben und ihre Aufgaben meistern und sich ihrer sozialen Verantwortung bewusst sind. –
  • Wir setzen uns für eine Aufhebung des Kooperationsverbotes ein
  • Um die Durchlässigkeit bei einem Wohnortwechsel, Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten und berufliche Chancen zu erhöhen, sollen Bildungsziele und Bildungsabschlüsse bundesweit einheitlich gestaltet und grundsätzlich gleichwertig sein.
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Sven Krumbeck zu den Ergebnissen der PISA-Studie

Piraten im Landtag SH
 
Sven Krumbeck zu den Ergebnissen der PISA-Studie

Zu den Ergebnissen der heute veröffentlichten PISA-Studie sagt der schulpolitische Sprecher der Piratenfraktion, Sven Krumbeck:

“Zwar hat Deutschland kein erneutes PISA-Debakel heimgesucht, dennoch muss man ganz klar sagen: Deutschland ist nur Durchschnitt im internationalen Vergleich. Die Verbesserungen in der Lesekompetenz sind erfreulich und auch die Entwicklungen in einzelnen Punkte der Naturwissenschaften und der Mathematik sind anzuerkennen.

Dennoch wird durch die Studie das klar, was auch schon aus der TIMSS-Studie abzulesen war: Naturwissenschaften und Mathematik sind bei den deutschen Schülerinnen und Schülern unbeliebt. Hier muss ganz klar die Unterrichtsqualität erhöht werden. Das setzt engagierte und gut ausgebildete Lehrkräfte voraus.

Hier muss sich die Aus- und Fortbildung für Lehrkräfte signifikant verbessern. Auch die Arbeitsbedingungen müssen attraktiver gestaltet werden. Vor allem in Schleswig-Holstein sind diese Änderungen auf Grund von anhaltendem Lehrermangel gerade in den naturwissenschaftlichen Fächern dringend erforderlich.

Auch der Ausbau der Digitalisierung an Schulen muss nachdrücklich vorangetrieben werden. Wir PIRATEN fordern seit Langem eine umfassende Ausrichtung auf digitale Medien im Unterricht – mit der zum ersten Mal elektronisch durchgeführten PISA-Studie haben wir wieder einmal den Beweis dafür, dass Deutschland viel zu wenig dafür unternimmt.”

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TIMSS-Studie: Der Bedarf bei den MINT-Fächern ist hoch

Piraten im Landtag SH
 
TIMSS-Studie: Der Bedarf bei den MINT-Fächern ist hoch

Zur heutigen (29.11.16) Veröffentlichung der internationalen TIMSS-Studie (Trends in International Mathematics and Science Study), an der 200 deutsche Grund- und Förderschulen teilgenommen haben, sagt der bildungspolitische Sprecher Piratenfraktion, Sven Krumbeck:

“Die Ergebnisse sind – im Gegensatz zum IQB-Bildungstrend – äußerst bedenklich. In den mathematischen und naturwissenschaftlichen Fächern liegen die deutschen Schülerinnen und Schüler nur im Mittelfeld. Im Vergleich zu den TIMSS-Untersuchungen in den Jahren 2007 und 2011 hat sich entweder nichts geändert oder sogar verschlechtert. Dies ist ein deutliches Zeichen dafür, dass unser Bildungssystem nach wie vor verbesserungswürdig ist.

Der Lehrermangel in den betroffenen Fächern ist auch in Schleswig-Holstein signifikant hoch. Wir PIRATEN fordern wiederholt, dem entgegenzuwirken und gezielt Lehrkräfte für MINT-Fächer anzuwerben und auszubilden. Das fordern wir für Grundschullehrkräfte als auch für Förderschulehrerinnen und -lehrer.

Auffällig ist auch, dass die Leistungen der Schülerinnen und Schüler immer noch abhängig sind vom gesellschaftlichen Status des Elternhauses. Hier setzen wir große Hoffnungen in den vom Bildungsausschuss angedachten Runden Tisch zum Thema ‘Schulische Bildungskosten’.”

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3.000 Unterschriften sind kein Problem – G9 jetzt!

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3.000 Unterschriften sind kein Problem – G9 jetzt!

Monika Pieper, Bildungspolitische Sprecherin der Piratenfraktion NRW, zur Übergabe der erforderlichen Unterschriften durch die ‚Initiative G9 jetzt!‘ an den Innenminister:
Wir freuen uns, dass die Initiative ‚G9 jetzt!‘ heute die erforderlichen 3.000 Unterschriften beim Innenminister einreicht. Damit steht einem Volksbegehren formal nichts mehr im Weg. Wir haben dieses Anliegen mit unserer Aktion #G9fürNRW immer aktiv unterstützt.

Die anderen Parteien sollten endlich aufwachen. Wer auf der einen Seite den Erfolg populistischer Parteien beklagt, muss zwangsläufig auf der anderen Seite den Willen der Menschen in diesem Land respektieren, um diesen Parteien nicht noch mehr Zulauf zu verschaffen. Und er darf auch nicht auf Lösungen setzen, die das Problem nicht grundsätzlich lösen.

Auf jeden Fall bleibt festzustellen, dass es bei desem Thema kein Problem war, innerhalb kürzester Zeit 3.000 Unterschriften von Bürgerinnen und Bürgern Nordrhein-Westfalens zu bekommen.
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Praxissemester: Die heimliche Kürzung in der Lehrerausbildung

Piratenfraktion im Landtag NRW
 
Praxissemester: Die heimliche Kürzung in der Lehrerausbildung

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Lehramtsstudenten sollten so wie früh wie möglich vor einer Klasse stehen, damit sie nicht nach ein paar Jahren Studium völlig überrascht feststellen: Huch, da sind ja Kinder. Deswegen gibt es seit Februar 2015 in Nordrhein-Westfalen ein sogenanntes Praxissemester, bei dem angehende Lehrkräfte während ihres Master-Studiums knapp sechs Monate lang probeweise unterrichten. Diese sechs Monate hat die rot-grüne Regierung aber gleichzeitig beim Referendariat weggekürzt – ohne sie zu bezahlen.

Das erste halbe Jahr Lehrerausbildung wird also – trotz eines ersten universitären Bachelor-Abschlusses – nicht mehr entlohnt. Klammheimlich spart die Regierung kräftig Geld ein, feiert die Maßnahme aber als Fortschritt. Vertreter der Studierendenschaft protestieren dagegen – mit geradezu moderaten Vorschlägen: Die Initiatorin einer Online-Petition hat auf Basis des Mindestlohns von 8,50 Euro ein monatliches Gehalt von rund 425 Euro ausgerechnet. Das ist rund ein Drittel des ehemaligen Referendariats-Gehalts von über 1200 Euro.
Unser Abgeordneter @Nick_Haflinger zu unserem #Praxissemester-Antrag. #ltnrw #aUSzeit pic.twitter.com/YmnxhZyo7w

— Piratenfraktion NRW (@20piraten) November 9, 2016


Unter enger Zusammenarbeit mit Vertretern aus der Studierendenschaft hat die Piratenfraktion NRW einen Antrag verfasst, um diese heimliche Kürzungsmaßnahme rückgängig zu machen. „Politiker, Gewerkschaften, Verbände und Ministerinnen sagen andauernd ‚Der Lehrerberuf muss attraktiver werden‘. Doch diese 5 Wörter reichen nicht“, spricht Piraten-Abgeordneter Joachim Paul bei seiner Rede im Landtag NRW die Regierungsbank an. „Sie machen den Lehrerberuf noch unattraktiver, als Ihnen selbst das lieb sein kann.“

Der Piraten-Antrag wurde nun in den Ausschuss für Innovation, Wissenschaft und Forschung überwiesen und wird dort weiter diskutiert.

Mehr:

Antrag mit AStA-Vertretern: Lehrerausbildung fair entlohnen

Debatte in Fraktionssitzung: Sollte praktische Lehrerausbildung bezahlt werden?
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Praxissemester entlohnen und Lehrerausbildung optimieren

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Praxissemester entlohnen und Lehrerausbildung optimieren

I. Sachverhalt

Die nordrhein-westfälische Lehrerausbildung ist über Jahre gewachsen und wurde durch immer fortschreitende Aufgabenerhöhung an alle Beteiligten an der Lehrerausbildung geradezu überfrachtet. Durch die Umstellung auf Bachelor/Masterstudiengänge und die Verkürzung des Vorbereitungsdienstes auf 18 Monate bei gleichzeitiger Etablierung eines Praxissemesters sind die Anforderungen für die angehenden Lehrerinnen und Lehrer gestiegen. Dies wird noch durch die Herausforderungen und die Implementierung von digitaler Bildung, Inklusion und Heterogenität der Schülerinnen und Schüler verstärkt.

Die Erhöhung der Studienplätze und die gestiegenen Bedarfe an gut ausgebildeten Lehrkräften werden gerade die  Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung (ZfSL) vor enorme logistische und personelle Herausforderungen gestellt. Gerade diese Zentren sind im Hinblick auf die Bewältigung der Praxissemester nicht genügend finanziell und personell ausgestattet worden.

Daraus ergeben sich dringende Handlungsbedarfe, die mit einer Neustrukturierung der ZfSL und einer zusätzlichen besseren Betreuungsrelation an den Universitäten einhergehen müssen.

Durch die Einsparungen der 6 Monate Vorbereitungsdienst wurden de facto Mittel in der Lehrerausbildung gekürzt, sodass die Studierenden im Praxissemester trotz eines berufsqualifizierenden Abschlusses  unentgeltlich Lehrtätigkeiten übernehmen müssen und so Unterrichtsausfall kompensieren. Bei einer Arbeitsbelastung von 390 Stunden ( 240 Stunden schulischer Ausbildungsteil, 60 Stunden für Vor – und Nachbereitung des Unterrichtes und 90 Stunden Veranstaltungen der ZfSL) ist von einer Vollzeitbeschäftigung auszugehen, die keinen Nebenjob für Studierende zulässt, um den Lebensunterhalt zu bestreiten, obwohl laut der 20. Sozialerhebung der DSW rund 2/3 aller Studierenden Nebenjobs erwerbstätig sind. Der Faktor Zeit spielt aufgrund einer Vergabe von am Ende 13 Leistungspunkten für das Modul ebenfalls eine Rolle. Neben den Tätigkeiten im Praxissemester sind noch 17 weitere Leistungspunkte zu erwerben, um das Soll von 30 Leistungspunkten im Semester zu erfüllen, was die Auslastung weiterhin erhöht. Welche Möglichkeiten die Universitäten den Studierenden bieten, die zusätzlichen Leistungspunkte zu erwerben (z.B. Blended Learning Veranstaltungen als Konzept) divergieren je nach Hochschulstandort.

Zusätzlich ist festzustellen, dass viele Studierende aufgrund der verlängerten Anfahrtswege noch zusätzliche Belastungen auf sich nehmen müssen.

Auch die aufnehmenden und ausbildenden Schulen sind mit der Durchführung des Praxissemesters mit einer Zusatzaufgabe betraut die nicht adäquat ausgeglichen wird. Hier reichen die Problemfelder von Organisation (Kapazitäten und Kontakt) über Infrastruktur bis hin zur Auslastung der betreuenden Lehrkräfte.

II. Der Landtag stellt fest
  • dass eine Harmonisierung der drei praktischen Ausbildungsteile der Lehrerausbildung (Orientierungspraktikum, Praxissemester und Vorbereitungsdienst) in der nordrhein-westfälischen Lehrerausbildung komplett fehlt
  • dass die Reduzierung des Vorbereitungsdienstes von 24 auf 18 Monate eine politisch gewollte Kürzungsmaßnahme war und wieder geändert werden muss
  • dass das Praxissemester angemessen vergütet werden muss
  • dass eine Neustrukturierung der ZfSL dringend benötigt wird, damit auch die Kapazitäten bezogen auf das Praxissemester im ländlichen Raum mit ausgeschöpft werden und damit Fahrtwege reguliert werden können
  • dass die personellen Kapazitäten der ZfSL für die Bewältigung des Praxissemesters deutlich erhöht werden müssen
III. Der Landtag fordert die Landesregierung auf
  • Ein schlüssiges Konzept zur Optimierung und Verbesserung des Praxissemesters gemeinsam mit den Hochschulen, ZfSL und den beteiligten Schulen zu entwickeln und dem Landtag vorzulegen
  • Die nötigen Haushaltsmittel zu einer angemessenen Bezahlung der Lehramtstudierenden im Praxissemester bereitzustellen
  • Die ausbildenden Schulen bei der Durchführung des Praxissemesters in der Lehramtsausbildung finanziell und personell aufzustocken, sowie wie die nötige Infrastruktur zu schaffen
  • zu gewährleisten, dass die Schulen hinsichtlich ihrer Ausbildungskapazitäten auch mit unterschiedlichen ZfSL kommunizieren können
  • Die Personalkapazitäten der ZfSL deutlich zu erhöhen und die nötigen Mittel dafür bereitzustellen
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G9 jetzt – Das ‚G8 light‘ der SPD ist keine Alternative

Piratenfraktion im Landtag NRW
 
G9 jetzt – Das ‚G8 light‘ der SPD ist keine Alternative

Monika Pieper, Bildungspolitische Sprecherin der Piratenfraktion NRW, zum gestrigen Runden Tisch des Bildungsministeriums und der Pressemitteilung von Eva-Maria Voigt-Küppers und Marc Herter (SPD):
Nur ein echtes G9 wird die Probleme lösen können. Das G8 light der SPD ist keine Alternative.

Die SPD macht sich einen schlanken Fuß. Als regierungstragende Fraktion hatte sie ausreichend Zeit, diesen Erkenntnisgewinn umzusetzen. Es wäre zudem immer noch ausreichend Zeit, für das Schuljahr 2017/2018 Erleichterungen für die Schüler zu schaffen. Dabei ist das Modell der SPD keine wirkliche Verbesserung. Die Verkürzung in der Mittelstufe bleibt faktisch bestehen, Nachmittagsunterricht wird weiterhin die Regel bleiben. Die zweite Fremdsprache beginnt weiterhin ab der Klasse 6. So versucht die SPD, die Menschen in Nordrhein-Westfalen an der Nase herumzuführen.
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G9 jetzt – Der Runde Tisch ist überflüssig

Piratenfraktion im Landtag NRW
 
G9 jetzt – Der Runde Tisch ist überflüssig

Monika Pieper, Bildungspolitische Sprecherin der Piratenfraktion NRW, zum Runden Tisch der Landesregierung zu G8/G9:
Der Runde Tisch ist überflüssig. Es ist alles gesagt. Es wird keine neuen Erkenntnisse geben. Das ist ein Spiel auf Zeit, weil die Landesregierung und die regierungstragenden Fraktionen eine Entscheidung scheuen.

Die Schulen sagen überwiegend, es sei überhaupt kein Problem wieder ein G9 einzuführen. Den Lehrerinnen und den Lehrern fällt es sicher nicht schwer, sich länger und vertiefend Zeit im Unterricht für ein Thema zu nehmen. Der Elternwille ist bekannt, der Wille der Schüler und Lehrer ist bekannt. Das sind – nicht nur für uns – die ausschlaggebenden Stimmen.

Das Schuljahr 2017/2018 muss mit G9 mindestens für die Klassen 5 und 6 starten. Da steht die Landesregierung in der Pflicht, wen sie die Menschen in Nordrhein-Westfalen wirklich ernst nimmt.
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Informatik als Pflichtfach: PIRATEN entschuldigen sich für kurzsichtige Landesregierung

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Informatik als Pflichtfach: PIRATEN entschuldigen sich für kurzsichtige Landesregierung

“Plakativ” und “nicht wirklich umsetzbar” – als die Piratenfraktion vor wenigen Monaten fordert “Informatik als Pflichtfach” in Schleswig-Holsteins Schulen einzuführen, finden Küstenkoalition und FDP klare Worte. Der Vorstoß schafft es nicht einmal in den Ausschuss.

Wie erwartet zeigt sich jetzt: Der Landtag hat mal wieder nur den Kopf in den Sand gesteckt und wartet in dieser Haltung vermutlich bis die digitale Revolution endlich vorbei ist.

Informatik als Schulfach ist mittlerweile nicht nur notwendig, sondern vor allem eins: möglich. Baden-Württemberg zeigt, wie es geht. Ab dem Schuljahr 2017/2018 wird das Land ab der siebten Klasse Informatik als Pflichtfach anbieten – trotz finanzieller Hindernisse.

Dazu der bildungspolitische Sprecher der Piratenfraktion, Sven Krumbeck:
“Schleswig-Holstein hatte durch unseren Antrag die Möglichkeit, eine Vorreiter-Stellung einzunehmen. Nun müssen wir aufpassen, dass diese Fehlentscheidung der Landesregierung uns nicht zum Schlusslicht in der modernen Bildungspolitik werden lässt.

Baden-Württemberg hat den Weg zur informatischen Bildung geebnet. Das Saarland steht schon in den Startlöchern und möchte sich mit dem Fach Digitalkunde um seine Grundschülerinnen und -schüler kümmern. Auch Bundesbildungsministerin Johanna Wanka hat mit ihrem Digitalpakt die Zeichen der Zeit erkannt.

Wir PIRATEN entschuldigen uns bei den Bürgerinnen und Bürgern für den vergeigten Schnellschuss der Landesregierung. Es bleibt zu hoffen, dass Schleswig-Holstein – wenn schon nicht den guten Ideen der PIRATEN – dann doch wenigstens dem guten Beispiel der anderen Bundesländer folgt.”

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‚Gute Schule 2020‘ führt zu Schattenhaushalten und Entmündigung

Piratenfraktion im Landtag NRW
 
‚Gute Schule 2020‘ führt zu Schattenhaushalten und Entmündigung

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Monika Pieper, Bildungspolitische Sprecherin der Piratenfraktion NRW, erklärt zur heutigen Unterricht der Landesregierung im Landtag „Gute Schule 2020 – wir investieren jetzt für morgen“:

„Dies Programm soll nur der Umgehung der Schuldenbremse dienen, aber die Landesregierung ist selbstverständlich nicht gewillt, dies auch öffentlich zu sagen.

Grundsätzlich begrüßen wir eine Investition von zwei Milliarden Euro in die Schulinfrastruktur. Leider müssen wir uns aber auch mit dem unseriösen ‚wie und wann‘ dieses Programms auseinandersetzen.

Der Finanzminister rühmt sich der Tatsache, dass das erste Jahr tilgungsfrei sei und man deshalb nichts im Haushalt 2017 sehen würde. Erst danach beginnen peu á peu die Rückzahlung und weil die zwei Milliarden nicht auf einmal ausgezahlt werden und auch nicht direkt voll getilgt werden bleibt aus Sicht der Regierung sogar die mittelfristige Finanzplanung unberührt. Diese Taschenspielertricks im Milliardenbereich kennt man sonst nur von Großbanken.

Zudem werden durch die zweckgebundenen Mittelzuweisungen die Kommunen de facto entmündigt, denn entgegen der Selbstverwaltungsgarantie dürfen die Kommunen das Geld nicht einsetzen, wie sie es für richtig halten.

Wenn das Thema nicht so immens wichtig wäre, könnte man auf die Ironie des Titels anspielen, der ja erwarten lässt, dass wir vor 2020 keine „gute Schule“ mehr erwarten können. Fakt ist, dass nur 2017 nur 25% ausgezahlt werden, der Rest aber erst in den nächsten Jahren. Das, was hier als Programm vorgelegt wird, passiert weder jetzt noch steht ein durchdachtes Konzept dahinter.

Wir brauchen dringend Investitionen in Bildung. Das gilt für die Infrastruktur als auch für das Personal. Zwei Milliarden können nur ein Anfang sein und decken nur die Versäumnisse der Vergangenheit ab. Darüber hinaus brauchen wir wirklich einen konkreten Plan wie wir den Bereich Lernen in einer digitalisierten Welt angehen wollen.“
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Gemeinschaftsschul-Oberstufen sind Luxus

Piraten im Landtag SH
 
Gemeinschaftsschul-Oberstufen sind Luxus

Zur Entwicklung der neugeschaffenen Oberstufen an Gemeinschaftsschulen erklärt der bildungspolitische Sprecher der Piratenfraktion, Sven Krumbeck:

“Der Bericht der Landesregierung zeigt deutlich, dass die gezielte Schaffung von Oberstufen an Gemeinschaftsschulen nicht dem öffentlichen Bedürfnis entspricht, von dem die Landesregierung noch vor drei Jahren ausgegangen ist. Zwar teilen wir PIRATEN den Grundgedanken der Landesregierung, aber gut gedacht ist nicht automatisch gut gemacht.

Nicht nur, dass die festgelegte Mindestanzahl von 50 Schülerinnen und Schülern in neun von 17 neugeschaffenen Oberstufen an Gemeinschaftsschulen nicht erreicht wurde, auch die regionale Verteilung der neuen Gemeinschaftsschul-Oberstufen lässt zu wünschen übrig.

Auch die geforderte Profil-Vielfalt kann durch kleine Oberstufen nicht im gewünschten Maße umgesetzt werden. Es steht noch immer die Frage im Raum, warum wir uns den Luxus “Mini-Oberstufen” leisten, wenn doch genügend Schulen mit Oberstufen in Schleswig-Holstein vorhanden sind. Die Zusammenarbeit mit Regionalen Berufsbildungszentren (RBZ) und anderen, bereits etablierten Gemeinschaftsschulen mit Oberstufen läuft auf vielen Ebenen gut, man könnte diese Kooperation gewinnbringend ausbauen.

Angesichts des anhaltenden Lehrermangels und der ausbaufähigen Unterrichtsversorgung sollte genau darüber nachgedacht werden, wie die schleswig-holsteinische Schullandschaft zu gestalten ist. Der Einsatz von Ersatzlehrkräften aus anderen Schulen an den neugeschaffenen Gemeinschaftsschul-Oberstufen ist definitiv keine Lösung.”

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G9 für Nordrhein-Westfalen jetzt!

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G9 für Nordrhein-Westfalen jetzt!

I. Sachverhalt

Die Schulzeitverkürzung am Gymnasium ist auch in Nordrhein-Westfalen gescheitert. Sie wurde ohne fundierte wissenschaftliche Basis angestoßen und in Form des gegenwärtigen G8 schlecht umgesetzt. Deshalb erfährt sie bei Schülerinnen und Schüler, bei Eltern und Lehrerinnen und Lehrern keinen Rückhalt.

Die Wiedervereinigung hat den Bestrebungen zur Schulzeitverkürzung in den westdeutschen Bundesländern Auftrieb gegeben. Die damalige Situation in den neuen Bundeslän­dern war durch einen 12-jährigen Bildungsgang zum Abitur geprägt, während in allen westdeutschen Bundesländern der 13-jährige Bildungsgang die Regel war. Im Sinne einer Vereinheitlichung wurde in der Folge die Schulzeitverkürzung in den westdeutschen Ländern angestrebt. Eine vollstän­dige Vereinheitlichung wurde jedoch nie erreicht, da Rheinland-Pfalz das G8 bis heute nicht zur Regel gemacht hat.

Heute ist die Lage durch die unterschiedlichen Beschlusslagen zur Rückkehr zu G9 in Hessen und Niedersachsen uneinheitlicher denn je. Keines der Nachbarländer Nordrhein-Westfalens hat heute noch ein G8 als Regelfall.

Für eine Schulzeitverkürzung wurde bereits seit den 1980er Jahren geworben. Dabei haben die Befürworter vor allem mit der Notwendigkeit eines früheren Eintritts in einen Beruf und somit der Verlängerung der Lebensarbeitszeit argumentiert. Das relativ hohe Alter der deutschen Hochschulabsolventen im europäischen Vergleich sahen die Befürworter einer Schulzeitverkürzung als ein Wettbewerbsnachteil der deutschen Akademiker im europäi­schen Binnenmarkt an. Die längere Ausbildungszeit wurde auch als ein Hindernis dafür er­achtet, dass junge Menschen früh die Chance erhalten, ihr Leben selbst zu gestalten und in Beruf und Gesellschaft Verantwortung zu übernehmen (vgl. „Modellversuche: Konzentration und Straffung der Schulzeit an Gymnasien auf 8 Jahre“, Antrag der CDU-Fraktion, Drs. 11/873; „Schulzeit auf 12 Jahre straffen – Ausbildungsqualität sichern“, Antrag der Fraktionen CDU und FDP, Drs. 11/5224). Dies zeigt, dass die Schulzeitverkürzung auch seitens ihrer Befürworter nicht als eine Maßnahme zur Verbesserung der schulischen Bildung an den Gymnasien betrachtet wurde. Vielmehr sollte sie einer Anpassung des Bildungsgangs an vermeintliche Erfordernisse der Ökonomie und des Wettbewerbs im europäischen Binnen­markt dienen. Doch heute ermöglichen auch die Einführung der Bachelor-Studiengänge so­wie bei jungen Männern die Abschaffung der Wehrpflicht einen früheren Eintritt der Hoch­schulabsolventen ins Erwerbsleben.

Bereits in der Anhörung zum Antrag der CDU-Fraktion „Modellversuche: Konzentration und Straffung der Schulzeit an Gymnasien auf 8 Jahre“ am 25. September 1991 wurden viele Argumente gegen eine Schulzeitverkürzung vorgebracht. Als erwartbare Folgen einer Schul­zeitverkürzung haben Sachverständige auf Qualitätseinbußen, Überforderung der Schülerin­nen und Schüler durch die Verdichtung der Unterrichtsinhalte sowie stärkere Selektion und ein weniger durchlässiges Bildungssystem hingewiesen. Zudem wurde dargelegt, dass es im Rahmen eines verkürzten Bildungsgangs kaum noch möglich sei, eine bessere oder ver­stärkte Vermittlung neuer Inhalte zu organisieren.

Bei der Einführung des sogenannten Turbo-Abiturs mit dem Zweiten Schulrechtsänderungsgesetz im Jahr 2006 wurden ein Modell der Schulzeitverkürzung in Kraft gesetzt, das die Gymnasien von an­deren weiterführenden Schulformen abgekoppelt und so eine Wechsel zwischen den Schul­formen erschwert. Auch wurde es versäumt, Maßnahmen zur Verschlankung der Lehrpläne zu ergreifen. Im Gesetzgebungsverfahren wurde entsprechend deutliche Kritik am Turbo-Abitur geübt, die seitdem nicht ausgeräumt werden konnte. Auch die Maßnahmen der Landesregierung seit 2010, wie der Schulversuch „Abitur an Gymnasien nach 12 oder 13 Jahren“ und die Um­setzung der Empfehlungen zur verbindlichen Weiterentwicklung von G8 des Runden Tischs, konnten keine ausreichende Akzeptanz für das Turbo-Abitur herstellen. Am Schulversuch nehmen zu wenige Gymnasien teil, um in der Fläche wirksam zu werden. Die Empfehlungen des Runden Tischs konnten die Verdichtung und Verkürzung in der Sekundarstufe I auf fünf Schuljahre nicht aufheben. Dies kann nur mit einer Rücknahme der Schulzeitverkürzung er­reicht werden, bei der ein neunjähriger Bildungsgang am Gymnasium die Regel bildet.

II. Der Landtag stellt fest

Die Rückkehr zum G9 ist die geeignete Maßnahme, um den Schülerinnen und Schülern der meistbesuchten Schulform mehr Zeit zur Persönlichkeitsentwicklung zu gewähren. Ein neunjähriger Bildungsgang am Gymnasium wird von der überwiegenden Mehrheit der Betroffenen favorisiert. Das G9 bietet die beste Möglichkeit zur zeitlichen Entlastung für alle Schülerinnen und Schüler am Gymnasium sowie für eine individuell kürzere oder längere Schulzeit.

III. Der Landtag beschließt,
  • gemeinsam mit der Landesregierung die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um den neunjährigen Bildungsgang am Gymnasium zum Schuljahr 2017/18 wieder zur Regel zu machen.
    • Dabei sollen insbesondere bei der Gestaltung der Sekundarstufe II alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden, um individuell ein kürzere oder längere Schulzeit zu ermögli­chen.
    • Den Schülerinnen und Schülern der laufenden Jahrgänge fünf bis sieben soll dabei der Übertritt in einen neunjährigen Bildungsgang ermöglicht werden.
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G irgendwas für alle, aber nicht jetzt!

Piratenfraktion im Landtag NRW
 
G irgendwas für alle, aber nicht jetzt!

Monika Pieper, Bildungspolitische Sprecherin der Piratenfraktion NRW, fordert die Landesregierung zur Klarstellung auf:
Seit vier Jahren klebt die Schulministerin wie Pattex am G8, nun kommt plötzlich die Kehrtwende. Ihr reicht es nicht einmal, die Schulzeit für alle zu verlängern, jetzt soll jeder Schüler seine eigene Lernzeit bekommen. Dies ist zwar Piratenposition seit 2010, so eine Umstrukturierung ist realistisch aber nur mittel – bis langfristig umsetzbar und nutzt in der aktuellen Debatte genau—gar nichts!

Wir brauchen jetzt eine Lösung für die Schülerinnen und Schüler am Gymnasium. Und die heißt #G9fürNRW. Dazu stehen wir und dabei bleibt es. Und das weiß die Schulministerin auch sehr genau. Da nutzt es nichts, hier jetzt Nebelkerzen zu werfen.

Vor der Sommerpause haben die anderen Fraktionen eine Debatte zum Turbo-Abi verweigert, unser Antrag auf aktuelle Stunde vom 09. September wurde abgelehnt. Diese Debatte darf nicht nur durch die Presse geführt werden. Die Landesregierung muss endlich Farbe bekennen. Wohin soll die Reise gehen? Daher beantragen wir für morgen die Änderung der Tagesordnung um diese Debatte zu führen.
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Vom Runden Tisch auf die lange Bank

Piratenfraktion im Landtag NRW
 
Vom Runden Tisch auf die lange Bank

Monika Pieper, Bildungspolitische Sprecherin der Piratenfraktion NRW erklärt zum heute veröffentlichten Interview der Bildungsministerin gegenüber dem Kölner Stadt-Anzeiger zum Thema G8/G9 (Turbo-Abi):
Dieser neue, noch schönere, noch wichtigere, noch richtigere Runde Tisch ist ein durchschaubares Vorwahlkampfmanöver. Die Umfrage der Landeselternschaft hat ein deutliches Bild geliefert. Und wer nur hört, was er hören will, bekommt immer das Richtige gesagt. Die Schulministerin führt ein aussichtsloses Rückzugsgefecht, um dies Thema aus dem Blickfeld für die Landtagswahl im Mai 2017 zu nehmen.

Deshalb werden wir bei diesem neuen Runden Tisch der grünen Bildungsministerin nicht mitmachen, sondern wirklich an einer Lösung für Schüler und Eltern in NRW arbeiten.

Wir PIRATEN setzen uns von Beginn an für eine flexiblere Schullaufbahn auch beim Abitur ein. Es freut uns zu sehen, dass die Ministerpräsidentin Kraft und die Landtagspräsidentin Gödecke dem Elternwillen Gehör schenken und unseren Vorschlag aufgreifen.
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Lernmittelfreiheit ist in Schleswig-Holstein eine Illusion – aber Bildung muss frei sein!

Piraten im Landtag SH
 
Lernmittelfreiheit ist in Schleswig-Holstein eine Illusion – aber Bildung muss frei sein!

Zur Berichterstattung des sh:z “Schulkinder kosten Eltern 1.000 Euro pro Jahr” am 27. Juli 2016 sagt der bildungspolitische Sprecher der Piratenfraktion, Sven Krumbeck, als MitInitiator der Kostenanalyse:

“Alle reden darüber, alle finden es gut und seit 1959 ist die Forderung  nach freier Bildung Teil des sozialdemokratischen Godesberger Programms – getan wurde dennoch zu wenig dafür.

Seit dem PISA-Schock wissen alle um den prekären Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungschancen. Als die PIRATEN das Thema 2014 erneut auf der politischen Tagesordnung des Landtags platzierten war klar, dass ohne belastbare Datengrundlage nicht viel passieren würde. Diese Daten liegen jetzt vor.

Wenn Eltern nachweislich rund 1.000 Euro pro Jahr in die Schulbildung eines Kindes investieren, dann deckt das die dramatisch große Lücke auf, die sich allein zwischen den Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket des Bundes (100 Euro) und den tatsächlichen Kosten auftut. Diese Deckungslücke tragen die Kinder. Soziale Herkunft entscheidet weiterhin darüber, wem welche Bildungschancen offen stehen.

Wir dürfen nicht länger zulassen, dass der soziale Status über Bildungschancen entscheidet; dass die Herkunft die Chancen des Einzelnen schon in dem Moment bestimmt, in dem er die Schule betritt.

Wir wollen hier einen Paradigmenwechsel. Lippenbekenntnisse reichen nicht mehr. Es bedarf einer gesamtgesellschaftlichen Koalition für Bildungsfreiheit. Für diese Koalition wollen wir PIRATEN werben!”

http://www.landtag.ltsh.de/infothek/wahl18/drucks/2500/drucksache-18-2502.pdf



http://www.landtag.ltsh.de/infothek/wahl18/dr2015ucks/1700/drucksache-18-1735.pdf



Foto: Paul-Georg Meister / Pixelio.de
Der Beitrag Lernmittelfreiheit ist in Schleswig-Holstein eine Illusion – aber Bildung muss frei sein! erschien zuerst auf Piraten im Landtag SH.
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Wir wollen die Vorteile der Digitalisierung

Piratenfraktion im Landtag NRW
 
Wir wollen die Vorteile der Digitalisierung

Monika Pieper, Bildungspolitische Sprecherin der Piratenfraktion NRW, erläutert den Antrag der Piratenfraktion im Landtag NRW [1] in der heutigen Landtagsdebatte:
Unsere Schüler auf das Leben in der Digitalen Welt vorzubereiten, ist eine der größten Herausforderungen für die Landespolitik in den nächsten Jahren. Mit unserem Konzept dafür stehen wir leider allein auf weiter Flur. Es ist zum Mäusemelken!

Wir haben entsprechende Leitlinien formuliert:

• Wir brauchen mehr Anstrengungen, um für alle Schülerinnen und Schüler das Bildungsniveau zu erhöhen.
• Schlüsselkompetenzen wie Kreativität, Teamfähigkeit und Empathie werden an Bedeutung noch gewinnen und müssen vermittelt werden.
• Schul- und Unterrichtentwicklung werden sich entsprechend aufstellen müssen.
• Technische Fähigkeiten, Medienkompetenz und informatische Grundkenntnisse werden Faktoren sein, ohne die es nicht mehr gehen wird. Dies müssen wir aktiv gestalten.
• Schülerinnen und Schüler von morgen brauchen informatische Grundkenntnisse. Dafür brauchen wir gut ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer im Fach Informatik.
• Dafür brauchen wir jetzt geeignete Fortbildungsprogramme, um fast 200.000 Lehrerinnen und Lehrer in NRW, auf den Stand der Technik bringen müssen.
• Es gibt notwendige technische Mindestvoraussetzungen, so brauchen wir dringend einen Glasfaseranschluss für jede Schule, damit ein sinnvoller systematischer Einsatz digitaler Technik im Unterricht möglich wird.
• Wir brauchen nicht zuletzt auch ein klares Statement zu einem freien Internet, netzneutral und plattformneutral!
• Wir brauchen Enthusiasten, die durch das Land ziehen und den digitalen Weckruf starten, den dieses Land so dringend braucht, der die Kollegien, die Schülerschaft, und auch die Elternschaft begeistert und mitnimmt.

Wir alle müssen uns Gedanken machen und darüber diskutieren in welcher Welt wir leben wollen. Wir Piraten wollen die Vorteile der Digitalisierung nutzen und freies Wissen weltweit teilen. Wir wollen uns frei im Internet bewegen, weil das Internet auch ein Teil von uns ist. Wir unterscheiden nicht mehr online und offline. Das ‚Digitale‘ ist Teil unseres Selbstbildes und wir wollen das auch allen Menschen vermitteln.

[1] Antrag der PIRATEN: https://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMD16-12337.pdf
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